Liebe Mitglieder,

Eigentlich wollten wir 3 Jubiläen feiern, 70 Jahre "Eule" ,60 Jahre HdN und 20 Jahre Stiftung Schorfheide Chorin, aber wenn ich so nachdenke waren es im Ablauf des ganzen Tages 30 Jahre Einheit.

Da stand am Sonnabend in der Konzerthalle ein Naturschützer aus NRW auf der Bühne und kämpfte für die Osteule als Naturschutzschild für ganz Deutschland.

 Als ich ihn persönlich fragte, warum er mit so viel Einsatz für uns kämpft, sagte er zu mir: Ich tue das als Wiedergutmachung für Euch. Ich hatte zur Wende den Eindruck, wir stülpen Euch zu viel über von unseren Auffassungen. Zum Abschied schenkte er uns eines seiner 120 Schilder, so dass wir jetzt im HdN neben der Eule auch den Weißkopfseeadler den Besuchern zeigen können. Da berührte mich zutiefst die Rede des Unternehmers aus Münster, der die Stiftung mitgründete. Er stellte fest, dass er in den 20 Jahren hier sehr viel dazugelernt hat. Es waren andere Menschen in der Schorfheide. Er lernte Naturschützer kennen, für die ein eigenes Haus in Italien keinen Wert hatte.

Nachmittags wurden in persönlichen Gesprächen alte Gräben überwunden und von einem Neuanfang gesprochen. Auch ich bin heute nachdenklich geworden, hatte ich nicht auch immer noch das kapitalistische Grundgesetz im Kopf und kannte den Unternehmer nur als Streber nach Maximalprofit. Habe ich nicht auch oft recht arrogant vom Besserwessi gesprochen und so manchen damit verprellt? Miteinander ehrlich reden, Vertrauen aufbauen, das fand am 5. September in Bad Freienwalde statt. Dafür dankt der Vorstand des HdN allen Beteiligten, den Gästen und unseren Mitarbeitern und Ehrenamtlichen im Haus der Naturpflege, die ihr Bestes gaben.

 

 Wir haben im Vorstand den Tag ausgewertet und waren alle der Meinung , dass es das schönste Herbstfest war, dass wir bis jetzt hatten. Wir hatten prominente Gäste, wie unseren Umweltminister Axel Vogel, mit Dr. Joseph Thumbrinck  einen Vertreter des Bundesumweltministeriums aus Bonn sowie erstmals ein Mitglied des Europäischen Parlaments Dr. Sergej Lagodinski. Auch Prof. Dr. Michael Succow wollte zum 60. Jahrestag dem HdN gratulieren.

Trotzdem hatten wir am Vormittag das Gefühl, wir werden mit den vielen  Reden dem Haus der Naturpflege nicht gerecht. So wie Kurt nicht ohne Erna denkbar ist, so gäbe es die Ergebnisse des Hauses der Naturpflege nicht, ohne die vielen Mitstreiter, die Kurt bei den einzelnen Projekten hatte.

Ohne die vielen Biologielehrer, die mit ihren Schülern seine Projekte in Arbeitseinsätzen verwirklichten oder ohne die vielen Experten, die einzelne Passagen zu den Lehrpfaden schrieben. Ohne Hans Ohnesorge wäre vielleicht der Storch Naturschutzschild geworden, ohne Siegfried Scheithauer hätte es keinen internationalen Arbeitskreis Weißstorch gegeben und ohne Familie Merker nicht die vielen kleinen Kunstwerke in den Publikationen und Aushängetafeln. Kurt war der Motor, der Ideenfinder und besaß das Genie, auf manchmal recht eigenartige Weise die Projekte in die Öffentlichkeit zu bringen.

 Wir haben  beschlossen, dass wir die aktivsten Mitstreiter der 50er Jahre noch stärker würdigen möchten. In 2 Jahren werden wir ein Projekt beantragen, um unsere Kretschmann Ausstellung um einige Tafeln zu erweitern, die diese Personen und ihre Leistungen würdigt.  Wenn Sie uns noch andere Namen nennen können, dann nehmen wir das gern auf. Wir werden unser Archiv nach Bildern und Texten durchsuchen, nehmen aber gern auch von Ihnen Anregungen an. 

Ich werde in kurzen Texten unter Aktuelles beginnen, die ersten Personen vorzustellen und die Leser auffordern, uns bei Bildern und Geschichten, die sie kennen zu helfen, denn im Archiv sind meist nur die Ergebnisse zu finden , aber keine Angaben  Personen und Daten.

Mit Ihrer Hilfe, möchten wir eine Sammlung von kleinen Geschichten, Bildern und Anekdoten anlegen, um in Führungen und Vorträen auch  diese vielen Mithelfer zu würdigen.

Herzliche Grüße

Sybille Knospe 

im Auftrag des Vorstandes

 

Bilder finden Sie in der Homepage unter Veranstaltungen Rückblick