Bad Freienwalde im Dezember 21

 

Liebe Freunde, Vereinsmitglieder und Förderer des Hauses der Naturpflege,

zum Ausklang des Jahres möchte ich Sie mitnehmen auf einen kleinen Rundgang durch Haus und Garten. Auch dieses Jahr war und ist überschattet von den Bedingungen, die uns das Coronavirus bereitet. Für eine Umweltbildungseinrichtung und Gartenanlage mit öffentlichem Charakter sind Besuchs - und Kontaktbeschränkungen außerordentlich existenzgefährdend. Viele geplante Veranstaltungen mussten abgesagt werden, viele Besucher und Gäste konnten nicht kommen. Auch in den kommenden Monaten wird sich die Situation nicht ändern, darauf müssen wir uns einstellen.

Aber es gibt auch viel Gutes und Hoffnungsfrohes zu berichten und zu sehen. So hat das Alte Blockhaus, das heutige Museum, ein von der Stadt finanziertes neues Dach bekommen. Ein ganz besonders Dach, es ist mit handgearbeiteten Lärchenschindeln gedeckt, ein wahres Meisterwerk der Handwerkskunst der Firma DABEK aus Altglietzen. Wir danken sehr den Handwerkern und der Stadt dafür. Auch vor dem Museum konnte mit Hilfe eines Preises der Sparkasse eine neue Bepflanzung erfolgen und mit Unterstützung von Lottomitteln aus unserem Umweltministerium wurde ein Gartenteil als Schaubild mit trockenheitsresistenten Pflanzen gestaltet.

Im September feierten wir unser traditionelles Herbstfest unter reger Beteiligung zahlreicher Gäste. Es war ein schönes und gelungenes Gartenfest!

Auch konnten wir in diesem Jahr neue Vereinsmitglieder gewinnen, Menschen, die sich verantwortungsvoll und aktiv in die aktuelle Naturschutzarbeit einbringen wollen und so auch neue Projektideen anregen. Der Freienwalder Max Regenberg schaffte eine Verbindung zum Gauß - Gymnasium in Frankfurt /Oder, welches um den Titel „Europäische Umweltschule“ beworben hat und so ein Baustein im Kontext mit der Stadt Frankfurt /Oder bei der Bewerbung um das Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit darstellt. Das Haus der Naturpflege kann hierzu einen Beitrag zur Umweltbildung leisten.

Und noch einen Erfolg gibt es zu berichten: Unser Vereinsmitglied Herr Scheel aus NRW kämpft bekanntermaßen seit vielen Jahren um die Anwendung unserer Naturschutzeule als rechtskräftiges Schutzgebietssymbol in allen Bundesländern. Die Oberste hessische Naturschutzbehörde teilte jetzt mit, dass das Land Hessen mit Erlass vom 27. Mai 2021 die Waldohreule für die Kennzeichnung der Schutzgebiete einführt. Das ist ein großer Erfolg! Herzlichen Glückwunsch an Herrn Scheel!

Besonders ärgerlich hingegen war ein erneuter Einbruch in einer Nacht im Spätherbst in das Vereinshaus. Das alte Munitionskistenhaus kann kaum mit großer Sicherheit vor Einbrüchen geschützt werden. Der Schaden an Türen und Fenstern ist wesentlich größer als die Beute! Die Handkasse wurde natürlich geplündert aber mehr ist auch nicht zu holen. Wer Hinweise zu besserer Sicherungstechnik geben kann, bitte melden!

Ein großes Thema in Freienwalde wird uns auf absehbare Zeit beschäftigen. Es geht um den Bau einer Strasse, die durch das alte LSG „Freienwalder Waldkomplex“ führen soll. Eine Umgehungsstrasse, welche im Laufe der letzten 25 Jahre auf die Position „Prioritär“ im Bundesverkehrswegeplan gerutscht ist und nun der hierfür notwendige Planungsprozess wieder begonnen hat. In Kretschmannscher Tradition sehen wir es als unsere Aufgabe an, den Prozess fachlich zu begleiten, Menschen zusammen zu führen , die die Notwendigkeit eines Straßenneubaus hinterfragen. Aufzuklären über die ökologischen Folgen einer so bewussten Zerstörung eines der wertvollsten Laubmischwaldgebietes in Zeiten des Klimawandels. So werden wir hoffentlich auch schon im kommenden Jahr zu entsprechenden Fach und Diskussionsveranstaltungen einladen können, wenn die Coronabedingungen es wieder erlauben. Ich freue mich auf Ihre rege Beteiligung. Was wären die Freienwalder und ihre Kurstadt ohne ihren Wald ?

Alle Informationen zum Vereinsleben können Sie der Internetseite entnehmen, alle Detailaussagen zu den Finanzen, Besuchs –und Personalentwicklungen und dem aktuellen Arbeitsplan werden zu unserer Mitgliederversammlung am 19. März 2022 vorgestellt. Hierzu möchte ich Sie schon jetzt herzlich einladen.

Dank vieler Spenden, der Unterstützung durch die Stadt Bad Freienwalde, der Förderung durch das Umweltministerium sowie der unermüdlichen ehrenamtlichen Arbeit des Vorstands ist das Haus der Naturpflege als kleiner botanischer Garten und Umweltbildungseinrichtung weiter weit über die Landesgrenzen hinaus präsent. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Beteiligten.

Ebenso danke ich allen Beschäftigten in Haus, Garten und Büro! Sie leisten auf vielfältige Weise ihren Dienst und sorgen dafür, dass auch in schwierigen Zeiten alles funktioniert, Veranstaltungen stattfinden können, der Garten gepflegt ist, Öffentlichkeitsarbeit gemacht wird, Essen und Trinken bei jeder Gelegenheit funktionieren, das wenige Geld mit dem größten möglichen Nutzen eingesetzt wird und viele Dinge mehr.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit und ein gutes und gesundes Neues Jahr -

Bleiben Sie dem Haus der Naturpflege verbunden!

 

Mit herzlichen Grüße auch i.N. des Vorstandes

Ihre

 

Anke Jenssen

Vorsitzende des FV „Haus der Naturpflege Bad Freienwalde“

 

Foto: Dagmar Heinze, Dezember 2021